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Visualisierung einer wichtigen Mitteilung

Sehr geehrte Eltern,

in Abstimmung mit unserem Träger und mit unseren Erzieherinnen wende ich mich heute in dieser Form an Sie.

Sieben Wochen sind seit dem ersten Beschluss des Landes Sachsen Anhalt über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus vergangen. Familien haben sich organisiert und viele haben eine Möglichkeit gefunden, ihre Kinder in ihrem häuslichen Umfeld zu betreuen.

Wir alle freuen uns über die greifenden Maßnahmen, die bislang eine unkontrollierte Verbreitung der Lungenkrankheit verhindert haben.

Das Land Sachsen-Anhalt hat, auf der Grundlage der Entscheidungen der Bundesregierung am 02. Mai 2020, die nunmehr fünfte Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung  des neuartigen Coronavirus herausgegeben. Darin wird: „Der Anspruch der Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme von Betreuungsangeboten von Kindertageseinrichtungen, …“ weiterhin „… eingeschränkt.“ (vgl. fünfte Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen CoronavirusSARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt, 02.05.2020)

Genauere Aussagen zum Umfang dieser Einschränkungen, finden sich dort im § 14, Abs. 2. Sie sind in den Nachweisen für den Bedarf einer Notbetreuung in den Kindereinrichtungen / Horten / im Salzlandkreis, die der Salzlandkreis herausgegeben hat und die als Beantragungsgrundlage dienen, (Erhältlich in der Kita selbst, in der Gemeindeverwaltung oder im Netz.) nachzulesen.

 

Im Erlass des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration vom 27. April 2020, § 2, wird die Form der Einhaltung und Umsetzung der Notbetreuung, die für alle Einrichtungen (hier Kindergartenbereich) verbindlich ist, beschrieben.

Zitat:

„ (1) Eine Zusammenlegung von Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen mit dem Ziel, Notbetreuung zu konzentrieren, ist nicht zulässig, da dies den Regelungen zur Eindämmung der Infektionen widerspricht.“ (ebenda Abs. 1)

„ (3) Auf Grund der Erweiterung der Zielgruppen mit Notbetreuungsanspruch gilt Folgendes:

a) In Gruppen, Betreuungs- und Schlafräumen darf sich – einschließlich der Kinder, die sich zur Eingewöhnung dort aufhalten - je eine Gruppe von maximal zwölf Kindern im Kindergartenalter zusammen mit dem erforderlichen Fachpersonal aufhalten. (…)“

 

Im Erlass des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration vom 30. April 2020, § 2, wird die Form der Einhaltung und Umsetzung der Notbetreuung, die für alle Horteinrichtungen im Land Sachsen-Anhalt verbindlich ist, beschrieben.

Zitat:

„ (2) Auch mit der Aufnahme des Schulbetriebes ab 04. Mai 2020 findet in den Horten weiterhin nur eine Notbetreuung (einschließlich Frühhort) ausschließlich in festen Gruppen von bis zu 15 Schülerinnen und Schülern statt. Das gilt sowohl für Schultage, als auch für Ferientage.“ (ebenda Abs. 2)

„ (3) Bei der Bildung von Gruppen für die Notbetreuung ist dem Ziel fester Kontaktnetze Rechnung zu tragen. Es wird dringlich empfohlen, sich dabei an der Situation in der Schule zu orientieren. Dies kann dadurch geschehen, dass Kinder aus einer Lerngruppe in derselben Notbetreuungsgruppe zusammen betreut werden. Darüber hinaus können bis zum Erreichen der maximalen Gruppengröße Schülerinnen und Schüler insbesondere derselben Klasse und Jahrgangsstufe in die Gruppe aufgenommen werden.“ (ebenda Abs. 3)

 

Wie in den Verordnungen beschrieben, ist zu gewährleisten, dass es grundsätzlich immer dieselben Kinder und dieselben sie betreuenden Personen in klar definierten Räumlichkeiten sind (=Betreuungssetting).

Es wird klar definiert: „Sammelgruppen zu Beginn und am Ende der täglichen Öffnung widersprechen dem System fester Gruppen“. Das bedeutet, es gibt keine Auffanggruppen am frühen Morgen und am späten Nachmittag.

Das unter den Bedingungen der Regelungen im Verhältnis von betreuenden Personen zu den Kindern nicht umsetzbare Abstandsgebot ist indes seitens der pädagogischen Kräfte untereinander sowie zu den Eltern einzuhalten.“

Gibt es keine Möglichkeit, die Anzahl der zu betreuenden Kinder durch Maßnahmen so zu reduzieren, dass die festgelegten Grenzen eingehalten werden, kann der zuständige örtliche Träger der Öffentlichen Jugendhilfe in Abstimmung mit dem örtlich zuständigem Gesundheitsamt auf Anfrage eine Ausnahme erteilen. Soweit die unter Buchst. a genannten Gruppengrößen um 1 oder 2 Kinder kurzzeitig (wenige Tage) überschritten werden, ist das zulässig, um die Verteilung der Kinder auf andere Einrichtungen oder in die Tagespflege organisieren zu können. Bei einer sich darüber hinaus abzeichnenden längeren Dauer der Überschreitung der Gruppenobergrenze können Kinder in einer anderen, möglichst nahegelegenen Einrichtung betreut werden.

 

„Kinder, die in eine Einrichtung in die Notbetreuung aufgenommen werden, müssen frei von Erkältungssymptomen sein. Das gilt nicht für Symptome, die auf ärztlich bescheinigten chronischen Erkrankungen beruhen (Heuschnupfen und andere Allergien etc.). (Erlass des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration, 27.04.2020 §2 Abs. 3i)

Wie im Erlass beschrieben, gilt: „Für den zeitlichen Umfang gilt grundsätzlich die im Betreuungsvertrag vereinbarte Betreuungszeit. Es ist jedoch der Appell an die Eltern zu richten, dass sie, soweit es ihnen möglich ist, freiwillig auf Betreuungszeit verzichten oder entweder Vor- oder Nachmittagszeit freigeben (…)“

In der praktischen Umsetzung stellt sich die Situation wie folgt dar:

In gemeinsamer Erarbeitung konnten mit dem Träger des Europäischen Bildungswerkes vor Ort Festlegungen getroffen werden, die den gesetzlichen Erwartungen gerecht werden.

Für unsere Kindereinrichtung bedeutet das, dass jede Kindergruppe in ihrer Zusammensetzung bestehen bleibt, auch wenn nicht jedes Kind an jedem Tag anwesend sein sollte.

Liebe Eltern,

wir alle stellen uns im Interesse der Gesundheit dieser besonderen Situation. Pflichtbewusst und orientiert planen wir jeden Schritt. Dass es in unserem Lebensumfeld bislang keinen Erkrankungsfall gab, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

In dieser Woche werden die Verantwortlichen unserer Republik erneut zusammentreffen, um weitere Schritte zu beraten. Danach wird es erneut Bestimmungen geben, die wir dann in unsere Planung aufnehmen werden.

Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, dass niemand erkrankt.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit grüßen wir Sie.


J. Kloth

 

Abwesenheitsvertretung der Leitung
der Kindertagesstätte „Kinderland Pfiffikus“

 

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